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Ägypten 2015

Tauchfreizeit Ägypten 2015

Das Safari-Boot.

Sonne, Meer und Altmetall - Wir, die Taucher der DLRG Ortsgruppe Herrenberg, haben mal wieder was anderes sehen wollen. Dieses Mal im Programm: Eine Tauchsafari auf dem Roten Meer mit Schwerpunkt auf Wracks. Mit dabei: Christian, Benny, Philipp und Sabine sowie einige Taucher einer befreundeten DLRG Ortsgruppe und eines befreundeten Tauchvereins. Schließlich mussten wir den Vollcharter des Safari-Bootes vollkriegen. Nach anfänglichen "kleineren" Problemen wie annullierten Flügen zu unserem Zielort Sharm el Sheikh aufgrund eines Bombenanschlages und leider mehreren verhinderten Tauchern (Berufsweiterbildung, Bandscheibenvorfall) konnte es beginnen. Hier bereits großen Dank an die Betreiber unseres Safaribootes, der Independence, dass sie uns auch in Hurghada abholen konnten und wir so nur die Flüge von Sharm el Sheikh auf Hurghada umbuchen mussten und problemlos trotzdem nach Ägypten konnten.

Tauchen am Riff.

Nach langem Bangen um den heiß ersehnten Urlaub konnte es also losgehen. Start in Stuttgart am 20. November 2015, Umsteigen in Istanbul, Landung in Hurghada am 21. November in den frühen Morgenstunden. Der Transfer zum Hafen ging problemlos und wir konnten auf dem Safariboot sofort unsere Kabinen beziehen. Nach vier Stunden Schlaf legten wir bereits ab zum ersten Tauchplatz. Das Wetter zeigte sich, wie fast immer, von der Sonnenseite. Der Wind und damit die Wellen machten uns in der Woche selten ein bisschen zu schaffen, was aber nach anfänglich mehreren Fällen von Seekrankheit (Fische füttern aus Umweltschutzgründen verboten!) meist gut toleriert wurde. Eine ganze Woche auf dem Boot führt zu einem gewissen Gewöhnungseffekt.

Bereits bei den ersten Tauchgängen wurden wir für die beschwerliche Anreise belohnt mit einem Kulturschock. Dunkel, kalt, schlechte Sicht, Bodenseeverhältnisse? Nicht hier! Bunte Korallen, noch buntere Fische, Sicht bis in weite Ferne und das bei angenehmen 24-28°C Wassertemperatur. Der Rhythmus Tauchen - Essen - Schlafen - Tauchen - Essen - Schlafen usw. vereinnahmte uns binnen kürzester Zeit. Der Guide Johann zeigte uns die besten Spots und auch hier die absoluten Highlights, konnte jeden Tauchgang mit uns so durchführen, dass er zu einem ganz besonderen wurde. Der Smutje zauberte uns in seiner Kombüse täglich frisches Essen, bereits das Frühstück konnte sich hier sehen lassen. Die restliche Crew kümmerte sich um einfach alles und war in jeglicher Hinsicht zuvorkommend, höflich und hilfsbereit.

Tauchen am Wrack.

Tauchgänge machten wir täglich bis zu vier, meist mit zwei Flaschen im Gepäck, um auch immer so lange unten bleiben zu können wie gewünscht. Wir betauchten unter anderem die Wracks der Thistlegorm, der Rosalie Moller, anderer Schiffe wie einem Linsenfrachter, einem Fliesen-Transportschiff und weiteren interessanten "schlafenden Schiffen". Höhepunkte waren hier vor allem der Nachttauchgang an der Thistlegorm mit einer unglaublich tollen Atmosphäre, die uns am Ende völlig berauscht aus dem Wasser steigen ließ und unvergesslich bleiben wird. Aber auch der sehr gut erhaltene Maschinenraum der Rosalie Moller und anderer Schiffe beeindruckten uns. Auch an anderen Tauchplätzen kam Begeisterung auf. So tauchten wir am Ras Mohammed an einer endlos in die Tiefe reichenden Steilwand, begegneten Delfinen, die mit einigen Tauchern interagierten, hatten bei einem Tauchgang eine Schildkröte über eine längere Strecke als Begleitung, legten uns mit Anemonenfischen an und konnten diverse schöne Fische beobachten wie Riesenmuränen, große Napoleonfische, Krokodilfische, Fledermausfische, Rotfeuerfische, Igel- und Kugelfische, große Barrakudas, Thunfischschwärme und, wie einer der Mittaucher es nannte, "Fischsuppe" - schwärmeweise bunte Fische an den Riffen.

Alles in allem war das also trotz dem anfänglichen Bangen um die Reise eine unglaublich tolle Woche mit unvergesslichen Tauchgängen. Vielen Dank an Johann (Guide der Independence), Markus Ebert (Geschäftsführer Independence) und die Crew der Independence, die uns diese tolle Reise ermöglicht haben.

Bericht von Sabine Eckert

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