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SR1 2012

Strömungsretter SR1 2012

Volker und Torben.

Im März und Mai 2012 nahmen Volker Sammet und Torben Voskuhl aus unserer Ortsgruppe an einem Lehrgang zum Strömungsretter 1 teil. Das erste Lehrgangswochenende am 24. und 25. März fand an der DLRG-Landesschule in Stuttgart statt. Am Samstag wurden ausführlich die Theoriethemen behandelt, dabei wurde besondere Beachtung den Gefahren in stark strömenden Gewässern geschenkt. Da als Strömungsretter auch einige Knoten beherrscht werden müssen, wurden diese direkt am ersten Tag zwischen den theoretischen Themen geübt. Außerdem musste ein Cooper-Test bestanden werden, um die körperliche Eignung für den Lehrgang nachzuweisen.

Der darauffolgende Sonntag wurde bei der Feuer-und Rettungswache 5 in Stuttgart verbracht. Dort wurden zunächst noch einmal die Knoten wiederholt. Dann ging es an das Abseilen, eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Strömungsretters. In der Mitte des Feuerwehrturmes konnte man sich circa 30 Meter tief bis in den Keller abseilen. Eine weitere Abseilstelle war außen am Turm, wobei man sich auf dem Weg nach unten von den Balkonwänden abstoßen konnte. Natürlich kam der Spaßfaktor hier nicht zu kurz.

Auf in die Strömung.

Die praktische Ausbildung fand vom 11. bis 14. Mai im Chiemgau statt. Vom Campingplatz Litzelau im südbayrischen Unterwössen aus ging es zu den unterschiedlichen Übungsstellen. Am ersten Tag war dies die Tiroler Ache in Österreich. Nach ausführlicher Kontrolle der Strömungsretter-Ausrüstung ging es endlich ins Wasser. Zunächst wurde passiv auf dem Rücken geschwommen, um ein Gefühl für das Wasser und die Strömung zu bekommen. Die nächste Übung war das Hin-und Herwerfen eines geschlossenen Wurfsackes, um die Zielgenauigkeit und die verschiedenen Wurftechniken zu trainieren. Anschließend wurde ein Schwimmer aus der Strömung mit dem Wurfsack gerettet und dabei verschiedene Techniken des Zurückziehens und Anlandbringens geübt. Die Schwierigkeit wurde weiter erhöht, indem die Anzahl der zu rettenden Schwimmer erhöht und somit die Anzahl der Retter gesenkt wurde. An diesem Tag wurden außerdem noch das Abseilen von einer Brücke sowie der gesicherte Schwimmereinsatz geübt. Zum Abschluss des Tages wurden dann mehrere Kilometer flussabwärts zu den geparkten Fahrzeugen geschwommen.

Abseilen von einer Brücke.

Der darauffolgende Sonntag wurde wieder an der gleichen Stelle verbracht. Dort wurden weitere Seilsicherungen für den Eigenschutz geübt. Außerdem wurden die Themen vom vorherigen Tag weiter vertieft. Die Temperaturen waren leider immer noch im Keller und die Sonne war nur für wenige Minuten zu sehen.

Am Montag ging es zum Schwimmen in einen schnelleren Fluss mit höherer Schwierigkeitsstufe. Nachdem alle diesen Abschnitt gemeistert hatten, ging es nach dem Umziehen und Verteilen der Urkunden wieder zurück in Richtung Heimat.

Fazit unserer Teilnehmer: Es war sehr anstrengend! Man muss wirklich an seine eigenen Grenzen gehen, was nicht immer leicht fällt, hat aber riesigen Spaß gemacht. Die Entscheidung, diesen Lehrgang zu besuchen, wurde nicht bereut. Die nächste Strömungsretter-Fortbildung steht schon auf dem Plan...

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