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Sonnenbachsee 2011

Sonnenbachsee 2011

Offiziell begann das DLRG-Jugendzeltlager der DLRG Ortsgruppe Herrenberg am Sonnenbachsee mit der Anreise der Teilnehmer am Samstag, 30. Juli 2011. Der Startschuss für die Betreuer war jedoch schon früher gefallen. Bereits am Mittwoch trafen sie sich an der Herrenberger DLRG-Halle, um das Material zu laden. Da die Kapazität von Vereinsfahrzeug und Privatautos trotz Anhängern bei weitem nicht mehr ausreichte, waren wir sehr dankbar, dass uns die Herrenberger Fahrschule Halanke mit einem kompletten Sattelzug inklusive Fahrer aushalf. Tatsächlich reichte der LKW gerade aus, um die vielen Gruppenzelte, Tischbankgarnituren, Spiel- und Bastelmaterialien, Küchenutensilien und sonstiges Zeltlagerzubehör zu transportieren.

Abladen des Materials.

Am nächsten Morgen ging es los. Die ersten beiden Fahrzeuge erreichten den Zeltplatz am Sonnenbachsee bei Ellwangen kurz vor 11 Uhr. Das erste Zelt - ein großes Unterkunftszelt - wurde aufgebaut, gerade rechtzeitig, bevor die restlichen Fahrzeuge und der LKW eintrafen. Es wurde mit schlechtem Wetter gerechnet und so kam das ganze Material zunächst in das Zelt.

Bis zum Abend sollte das Wetter jedoch halten und die Zeit genügte, um mit immerhin 28 Betreuerinnen und Betreuern das komplette Lager aufzubauen. Es war sogar genug Zeit, die Wasserqualität des Badesees zu testen. Somit blieb vor dem Eintreffen der Teilnehmer noch ein kompletter Freitag, um Zelte und Küche richtig einzurichten, noch einmal die Lagerwoche mit den geplanten Spielen und Bastelangeboten durchzugehen und Dekoration anzubringen. Das besondere Highlight: Vor dem Eingang zum Gemeinschaftszelt wurde ein knapp drei Meter hohes, originalgetreues Stargate aufgebaut, ganz nach dem diesjährigen Lagermotto Auf zu fernen Sternen. Doch auch der restliche Zeltplatz wurde diesem Motto gerecht: vor jedem Zelt stand ein großer Planet für den späteren Namen des Zeltes und auf der Spielwiese befand sich eine dreißig Quadratmeter große, selbst gebaute Weltraum-Version des Brettspiels Risiko.

Letze Verzierungsarbeiten am Stargate.

Am Samstagmorgen herrschte dann die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen, die Küche bereitete sich auf das erste große Essen vor. Kurz nach 11 Uhr bahnte sich der Reisebus dann endlich seinen Weg über die Feldwege auf den Zeltplatz zu. Mit großem Hallo wurden die Teilnehmer begrüßt und zu ihren Zelten gebracht. Für jedes Zelt standen Zeltbetreuer bereit, um den Kindern beim Aufbauen von Feldbetten und Einrichten ihres neuen Zuhauses zu helfen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann gleich los: Die Workshops wurden vorgestellt und jedes Kind konnte sich aussuchen, was es im Laufe der Woche basteln wollte. Die Auswahl war so groß, dass es einigen wirklich schwer fiel, sich zu entscheiden: Man konnte Specksteine bearbeiten, Perlentiere oder glitzernde Diskokugeln basteln, Raketen mit Wasserdruckantrieb oder kleine, batteriebetriebene Roboter bauen. Außerdem musste sich jedes Zelt einen Namen überlegen und den Zeltplaneten damit bemalen.

Nur nicht fangen lassen!

Am Sonntag verließ uns das Glück mit dem Wetter. Zwar regnete es nicht, aber es war auch nicht richtig sonnig. Die Bastelangebote am Vormittag kamen deshalb genau richtig und sowohl Kinder als auch Betreuer machten sich begeistert ans Werk. Am Nachmittag stand dann das erste große Spiel an. Dabei waren die Betreuer Außerirdische, an denen die Kinder auf einem Spielfeld vorbeikommen mussten, um genug Punkte für ein eigenes Raumschiff (das in Form eines Puzzles immer vollständiger wurde) zu sammeln. Abends wurde gemeinsam am Lagerfeuer gesungen.

Montags kehrte das gute Wetter zurück. Nachdem vormittags noch einmal gebastelt und gewerkelt worden war, konnte nachmittags die Sonne genossen, Völkerball und Fußball gespielt und das Weltraum-Risiko ausprobiert werden. Auf einen tollen Tag folgte noch ein spannender Abend. Bei der Nachwanderung machten sich alle auf die Suche nach einem vermissten Raumschiff. Das konnte zwar nicht gefunden werden, dafür aber alle möglichen Leckereien, die die Küche währenddessen vorbereitet hatte.

Unser Fantasy-Roboter.

Am Dienstag machten wir unserem Motto Auf zu fernen Sternen dann alle Ehre und so mancher Passant wird sich dazu seine eigenen Gedanken gemacht haben. Auf dem Plan für vormittags stand nämlich das Fantasy-Spiel. Dabei spielt jeder Betreuer eine Rolle und die Kinder müssen ein Rätsel lösen, indem sie aus den Spielfiguren Informationen herauslocken und einzelne Aufgaben erfüllen. Mit den Kostümen und Verkleidungen versuchten die Betreuer dieses Jahr tatsächlich, sich gegenseitig zu überbieten und es entstand ein bunter Mix aus Außerirdischen, Kriegern und Robotern.

Nachmittags hieß es dann endlich: Auf zum Wasser! Allerdings ging es nicht zum See, sondern mangels ausreichendem Wasserstand zum nächstgelegenen Freibad. Der Fußmarsch von knapp einer Stunde war schnell absolviert und nun stand dem Sprung in die kühlen Fluten nichts mehr im Wege. Nach der Rückkehr auf den Zeltplatz und dem Abendessen wartete das Betreuer-Team erneut mit einer Überraschung für die Teilnehmer: Wer Lust hatte, konnte die Nacht am Lagerfeuer verbringen. Und tatsächlich folgten fast alle Kinder der Einladung und bauten mit Einbrechen der Dunkelheit einen riesigen Feldbetten-Kreis um die Feuerstelle herum auf. Bei sternenklarer Nacht lauschten später alle den Stimmen der Betreuer, die sich über die Sternbilder schlau gemacht hatten und nun einiges zu erzählen hatten.

Beim Auto-Ziehen zählt Teamgeist.

Am Mittwoch ging es dann mit dem nächsten Höhepunkt weiter. Während die Kinder den Vormittag mit Spielen und Basteln verbrachten, hatte sich ein Teil der Betreuer heimlich zurückgezogen, um die nächste Aktion vorzubereiten. Über 2000 Wasserbomben wurden bis zum Nachmittag befüllt. Nach dem Mittagessen wurde dann vom Tagesleiter offiziell zur Wasserschlacht aufgerufen, um noch einmal das Wetter auszunutzen.

Am Abend wurde in der großen Runde ein Film im Gemeinschaftszelt geschaut, da es zu regnen begonnen hatte. Glücklicherweise hatte sich das Wetter am Donnerstag wieder beruhigt und so wurde es ein schöner letzter Tag mit einer Spiele-Olympiade, bei der es für jede Zeltgruppe zehn Spielstationen zu bewältigen gab. Abends fand das Lager dann mit einem Nachtgeländespiel einen sportlichen Ausklang.

Die Fahne steht bis zum Schluss.

Am Freitag stand Packen und Verabschieden auf dem Plan und so reisten die Teilnehmer nach dem Mittagessen wieder mit dem Bus ab. Für die Betreuer blieb jedoch nicht lange Zeit, der Lagerwoche nachzutrauern. Für den darauf folgenden Samstag war Regen vorhergesagt und so wurde der Abbau kurzfristig vorverlegt.

Bis zum Abend war das komplette Lager abgebaut. Die letzten Betreuer beluden kurz nach 23 Uhr den LKW - auch hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Fahrschule Halanke, die uns wieder zuverlässig abgeholt hat.

Mit dem Aufräumen und Putzen des Materials am Samstag, 6. August, endete dann auch für die Betreuer ein tolles und erlebnisreiches Zeltlager 2011.

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