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Sonnenbachsee 2010

Sonnenbachsee 2010

Es war ein grauer Morgen, als sich unsere Betreuer am Donnerstag um kurz nach 7 Uhr am Herrenberger Hallenbad trafen. Das letzte Gepäck wurde verladen und dann konnte es endlich losgehen. Den Zeltplatz am Sonnenbachsee erreichten wir noch bei angenehmer Sonne, kurz darauf zog das erste Gewitter über uns hinweg. So sollte es den ganzen Tag weitergehen. Zwischen Regen und Sturm versuchten wir Schritt für Schritt, das Lager aufzubauen.

Der Saloon.

Am Abend war das meiste geschafft und so stand der Freitag für Dekoratives zur Verfügung. Getreu dem diesjährigen Zeltlagermotto "Wilder Westen" wurden die Zelte mit großen Schildern wie "General Store" oder "Sheriff" ausgestattet. Eine eigens dafür angefertigte Saloon-Schwingtür zierte den Eingang zum Essenszelt. Um auch allen Indianern gerecht zu werden, wurden ein Marterpfahl aufgestellt und Indianer-Ketten aufgehängt.

Pünktlich mit der Anreise der Teilnehmer am Samstag kam auch das gute Wetter auf den Zeltplatz. Der Bus war schnell geräumt, die Zelte bezogen und die Kinder konnten sich auf das erste leckere Mittagessen im Saloon freuen. Nachdem sich später alle auf dem Platz eingelebt hatten, ging es direkt zum See, um das gute Wetter zu nutzen. Am Abend wartete dann noch eine besondere Überraschung auf unsere neuen Indianer: Unser Medizinmann rief zum Tanz ums Feuer auf! Mit Trommelmusik, Feuerspucker und bunten Fackeln und natürlich viel Indianergebrüll wurde der Feuertanz zu einem einmaligen Erlebnis.

Am Strand.

Das Wetter hielt auch den Sonntag über noch und so ging es mittags erneut mit der ganzen Mannschaft zum See, nachdem am Morgen fleißig gebastelt und gewerkelt worden war. Dabei konnte sich jedes Kind aussuchen, was es gerne basteln wollte: Trommeln, Holzpfeifen, Indianerschmuck oder Holzspiele. Am Abend trafen sich wieder alle am Feuer, diesmal jedoch nicht zum Tanzen, sondern zum gemeinsamen (Cowboy-Lieder-)Singen.

Auf Spurensuche ging es am Montag vormittags. Überall auf dem Platz warteten kleine Rätsel und Aufgaben darauf, von den Kindern gelöst zu werden. Anschließend wurde an den angefangenen Basteleien weitergemacht. Ganz im Stile des Wilden Westens gab es abends am Lagerfeuer einen Bohneneintopf, im Kessel über dem Feuer gekocht. Ein kleines Highlight folgte dann noch: über dem Sonnenbachsee gab es ein Feuerwerk, das wir bequem von unserem Zeltplatz aus bewundern konnten.

Hindernislauf beim Spiele-Parcours.

Am Dienstag war Geschicklichkeit gefragt. Beim Spieleparcours traten die Kinder bei kleineren Spielen einzeln gegeneinander an: Hufeisen mussten geworfen, Kerzen mit Wasserpistolen ausgeschossen und Indianerstämme erraten werden. An fünf Stationen konnten sich unsere Cowboys beweisen. Abends war es dann endlich Zeit für eine Nachtwanderung. Am See entlang und durch den Wald führte uns die Route. Unterwegs geriet unser Treck in einen Banditen-Hinterhalt, wodurch auch die erfahrenen Nachtwanderer auf ihre Kosten kamen.

Mehr auf Ausdauer und Geschwindigkeit setzte das Spiel am Mittwochmorgen. Die einzelnen Zeltmannschaften mussten sich im Wettstreit untereinander und im Kampf gegen die Betreuer-Banditen zunächst Zäune für ihre Ranch erarbeiten und diese anschließend mit Rindern füllen. Kaum stand die Siegermannschaft fest, ging das Spiel auch schon nahtlos in eine riesige Wasserschlacht über, bei der sich die Kinder bei den Banditen revanchieren konnten. Da das Wetter noch einmal mitmachte, konnten wir nachmittags ein letztes Mal baden gehen. Für die älteren Teilnehmer wartete hier ein besonderes Angebot: sie durften am Schnuppertauchen teilnehmen.

Versammlung im Saloon.

Der Donnerstag war leider genauso durchwachsen wie der Aufbau-Donnerstag. So fand der zweite Teil des Spieleparcours in den Regenpausen und in den Zelten statt. Unsere eingeschworenen Lagerbewohner konnte das jedoch nicht die Laune verderben. Und das letzte Abendprogramm war ebenfalls regentauglich: im Saloon wurde gemeinsam ein richtiger Western angeschaut.

Der traurigste Tag der Woche sollte allerdings noch kommen. Am Freitag regnete es fast ununterbrochen. Viel schlimmer war jedoch, dass das Lager für die Teilnehmer schon zu Ende ging. Nach dem Mittagessen wurden sie vom Bus abgeholt und mit vielen schönen Erinnerungen nach Herrenberg zurückgebracht.

Die Betreuer blieben noch einen Tag länger, um bei wunderbarem Sonnenschein am Samstag das Lager abzubauen.

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