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Segelfreizeit 2013

Segelfreizeit Holland 2013

Die Summertime im Hafen.

"Eins, zwei und ziehen!" Das bekamen wir, 40 Mitglieder der DLRG Ortsgruppen Althengstett und Herrenberg, in der Woche vom 19. Mai bis zum 25. Mai 2013 öfters zu hören. Denn in unserer ersten Pfingstferienwoche durften wir auf dem letzten Viermaster in den Niederlanden, der "Summertime", über das Ijsselmeer segeln.

Am 19. Mai 2013 trafen wir uns spät abends am Hallenbad in Herrenberg, um die ca. achtstündige Fahrt nach Kampen in Holland anzutreten. Die Fahrt verschliefen die Meisten und so standen wir kurz darauf am Hafen und hatten noch Zeit diesen zu erkunden, bevor wir das Schiff beladen konnten.

Als die Reisetaschen, Schlafsäcke, Rucksäcke und nicht zu vergessen, der Proviant für die Tage auf dem Schiff verstaut waren, stellten sich uns unser Skipper Mattheis und unsere Matrosin Jessi vor. Sie sollten die Woche mit uns auf der "Summertime" verbringen. Nachdem die beiden uns mit den Regeln an Bord vertraut gemacht hatten, wurde abgelegt und das Schiff erst einmal kennen gelernt. Unter anderem wurden die Kajüten bezogen, welche wir uns zu zweit, zu dritt oder zu viert teilten.

Nachdem wir das Hafengebiet verlassen hatten, wurden wir von Jessi an Deck gerufen, wo wir die Funktionen und Namen der Segel erklärt bekamen und danach halfen, die Segel zu hissen, was die nächsten fünf Tage häufiger unsere Aufgabe war.

Hier ist Teamarbeit gefragt.

An unserem ersten Tag auf See hatten wir leider kein Glück mit dem Wetter und so unterhielt sich unsere, noch von der Fahrt sehr müde, Mannschaft mit lesen, Musik hören oder Karten spielen. Nur zum Segel hissen oder auch wieder hinunterholen wagten wir uns in den Regen hinaus aufs Deck. Da der Wind immer schwächer wurde, holten wir die Segel vorzeitig wieder ein und fuhren mit Motor weiter bis zum nächsten Hafen.

Jeden Nachmittag steuerten wir einen anderen Hafen an der Küste von Holland an und verbrachten dort die Nächte. Vor dem Abendessen, welches in der kleinen Küche an Bord gekocht wurde und immer sehr lecker war, hatten wir jedoch noch Zeit die verschiedenen Häfen anzuschauen, shoppen zu gehen oder auch den Süßigkeiten-Vorrat wieder aufzustocken. Die Hafenstädte waren allesamt sehr schön und interessant zu erkunden, hier war für jeden etwas dabei.

Da die 40-köpfige Gruppe auch viel Hunger hatte, musste es immer etwas zu Essen geben. Die täglichen Mahlzeiten bereiteten wir in Gruppen selber in unserer Bordküche zu. Jeden Morgen gab es ein reichliches Frühstück, zum Mittagessen ein liebevolles Vesper (Segelschiffwurstplatte und Käsebootplatte), nachmittags Kaffee und Kuchen und abends eine warme Mahlzeit. So klein die Küche auch war, umso erstaunlicher war, was es alles zu essen gab! Unter anderem machten wir an einem Abend Raclette, womit wir die Stromversorgung an Bord auf die Probe stellten. An einem anderen Abend gab es verschiedene Reispfannen, hierbei wurde auf alle Vorlieben und Allergien Rücksicht genommen.

Unser Aufenthaltsraum bei Regen.

Nicht nur das Wetter wurde von Tag zu Tag besser, auch die Teilnehmer der beiden Ortsgruppen lernten sich immer besser kennen. Trotz des kühlen Windes fand ein Bikini-Shooting an Deck statt und auch die Männer trauten sich in Badehosen raus, um beim Segelhissen zu helfen. Nachdem sich die Gruppe näher kennen gelernt hatte, fand am Mittwochabend eine Disconacht im oberen Teil des Schiffes, auf unserer kleinen Tanzfläche statt. Da die Party gut ankam, war klar, dass dieser Abend am nächsten, letzten kompletten Tag gleich wiederholt werden musste.

Damit rückte unsere Ankunft in unserem Anfangs- und Zielhafen unaufhaltsam näher. Als wir freitags um die Mittagszeit dort anlegten, den Bus beladen hatten und uns von unserer Crew verabschiedet hatten, waren alle sehr traurig, dass die schöne Zeit auf der "Summertime" schon vorbei war.

Nachdem wir die Rückfahrt gut überstanden hatten und nachts in Herrenberg in das kalte deutsche Wetter ausgestiegen waren, packte uns das Fernweh, denn das schlechte Wetter im Norden war erstaunlicher Weise immer noch besser als zu Hause. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer und wir werden lange auf die unvergesslichen Tage zurückblicken, die wir auf dem Ijsselmeer erlebt haben.

Ein großes Dankeschön an Carina und Tobias, die die Woche super organisiert und auch auf dem Schiff immer alles im Griff hatten!

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