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Oberrhein 2015

Oberrhein 2015

Unser diesjähriges Lager.

Für unser Jugendzeltlager und RescueCamp stand 2015 mal wieder ein Umzug an. Zum ersten Mal schlugen wir unsere Zelte in den Sommerferien in Schwörstadt am Oberrhein auf. Wie immer war es unser Betreuer-Team, das bereits zwei Tage vor Beginn der Lagerwoche mit einem LKW und mehreren Anhängern voll Material anreiste, um das Lager aufzubauen und alles für die Ankunft der Teilnehmer vorzubereiten.

Immerhin 86 Teilnehmer und damit so viele wie noch nie in unserer Zeltlagergeschichte, reisten am 1. August mit zwei Reisebussen an. Das Gepäck war schnell ausgeladen, die insgesamt zehn Teilnehmerzelte bezogen und dann konnte es endlich losgehen. In ihren Zeltgruppen erkundeten die Kinder und Jugendlichen den Platz und die Umgebung, lernten die Lagerregeln kennen und kamen schließlich zum ersten gemeinsamen Mittagessen zusammen.

Das Motto des diesjährigen Lagers lautete "In 7 Tagen um die Welt" und als wichtigstes Utensil wurden nach dem Essen zunächst einmal Reisepässe gebastelt, die ab sofort bei jedem Frühstück (also der Einreise in einen neuen Kontinent) am Schlagbaum vor dem Gemeinschaftszelt vorgezeigt und abgestempelt wurden. Anschließend wurden Fahnen und Wimpel gestaltet, um die Zelte zu schmücken und für die nötige internationale Atmosphäre zu sorgen.

Hier muss gut gezielt werden.

Nachdem wir am ersten Tag in Europa gestartet waren, war das erste Ziel Amerika. Am Sonntagvormittag wurden deshalb Pfeil und Bogen und Indianerschmuck gebastelt. Anschließend konnte bei der Beauty-Farm entspannt werden. Nachmittags ging es dann zum ersten großen Spiel: auf Bisonjagd. Hier mussten Aufgaben wie Fährtenlesen, Anschleichen, Bogenschießen und Flussüberqueren gemeistert werden. Das Ziel nach erfolgreicher Jagd und der ersten großen Runde Schwimmen im Rhein war Las Vegas. Im Zeltlager-Casino konnten unsere Teilnehmer am Abend ihre hart verdienten Taler verzocken, bevor es dann nach einem langen Tag wieder in die Zelte ging.

Am Montag ging es weiter zum kalten Südpol - obwohl die Temperaturen auf dem Platz wie in den Tagen zuvor konstant über 35 Grad lagen. Zum Aufwärmen wurden vormittags verschiedene Geschicklichkeitsspiele mit Handschuhen und Mütze gespielt. Nachmittags mussten im zweiten großen Spiel die verschwundenen Pinguin-Eier gerettet werden. Währenddessen waren auch unsere RescueCamp-Teilnehmer sportlich aktiv. Sie hatten die ersten beiden Tage damit verbracht, in gemütlicher Atmosphäre ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Nun war es Zeit, den Rhein in alle Richtungen mit Kanus zu erkunden. Am Abend kamen dann wieder alle Teilnehmer gemeinsam zur (Nacht-)Schneewanderung zusammen.

Eine unserer Badestellen.

Australische Hitze erwartet unsere Weltenbummler am Dienstag. Trommeln und Bumeränge wurden gebastelt und bei der Dschungelprüfung mussten alle Teilnehmer ihr Können in etlichen lustigen Disziplinen unter Beweis stellen. Für die RescueCamper stand noch einmal Erste Hilfe auf dem Programm. Nachmittags wurde dann natürlich wieder im Rhein gebadet. Nachdem die Jüngeren abends im Bett waren, ging es für die Teilnehmer des RescueCamps und einige Betreuer noch einmal zum Action-Highlight des Tages, oder besser gesagt der Nacht: Beim Spiel "Tarnen und Täuschen" musste abwechselnd eine Gruppe den Zeltplatz verteidigen, während die andere Gruppe ihn zu erobern versuchte.

Am Mittwoch, dem fünften Tag der Reise, ging es weiter nach Asien. Hier musste bei unserem Fantasy-Spiel ein großes Rätsel gelöst werden. Zum Glück schafften es die Kinder, die verschwundenen Gewürze des kaiserlichen Kochs zu finden und die Hochzeit der Prinzessin zu retten. Nach einer ausgedehnten Schwimm-Pause wartete am Nachmittag noch eine weitere Herausforderung auf unsere Abenteurer: sie mussten sich als Schmuggler einen Namen machen und alle möglichen Waren unbemerkt auf die andere Seite der Chinesischen Mauer bringen. Die Teilnehmer des RescueCamps nutzten währenddessen die hervorragenden örtlichen Gegebenheiten, um den Einsatz einiger Rettungsgeräte im Rhein zu üben. Besonders die Übungen mit unseren beiden Motorbooten begeisterten die Nachwuchs-Retter. Am Abend wurde Stockbrot gegrillt und anschließend unter freiem Himmel am Lagerfeuer geschlafen. Die Älteren nutzten die Gelegenheit, um im Schutz der Nacht das Funkspiel "Jagd nach Mr. X" zu spielen.

Stockbrot-Grillen.

Die letzte Station unserer Weltreise am Donnerstag war Afrika. Diesmal passte das Wetter hervorragend zum Kontinent und zeigte sich - wie eigentlich die ganze Woche - von seiner schönsten Seite. Vormittags ging unsere Mannschaft auf große Safari, nachmittags mussten die Tiere in der Steppe bei unserem letzten großen Spiel mit Wasser aus dem Fluss versorgt werden. Dann ging es noch ein letztes Mal schwimmen. Nach dem Abendessen fand für alle der bunte Abschlussabend statt, bei dem die einzelnen Zeltgruppen etwas aufführten, Witze erzählten oder in selbst erfundenen Disziplinen gegen die Betreuer antraten.

Am Freitag ging die Reise dann leider schon zurück nach Deutschland. Koffer und Taschen wurden gepackt und gemeinsam mit dem Abbau angefangen. Auch dieses super Zeltlager musste einmal zu Ende gehen und so wurden die Teilnehmer nach dem Mittagessen wieder von den Bussen abgeholt. Für die Betreuer ging es danach erst nochmal richtig los: Bis zum Abend wurde das komplette Lager abgebaut und wieder verladen, um dann nach wunderschönen neun Tagen schließlich auch die Heimreise anzutreten.

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