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IRB-Training 2016

IRB-Wettkampftraining 2016

Die Ruhe vor dem Sturm.

Vom 5. bis 9. Mai besuchte einer unserer Bootsführer eine spezielle Fortbildung des DLRG-Bundesverbandes. Schwerpunkt des viertägigen Trainings war der Einsatz von sogenannten IRBs. IRB steht für "Inflatable Rescue Boat", das sind sehr kleine, wendige Rettungsboote, die vor allem an der Küste bei starker Brandung, aber auch überall dort, wo schnell ein leichtes Boot zu Wasser gelassen werden muss, eingesetzt werden.

IRBs werden jedoch nicht nur im Einsatz gefahren, sondern auch zu Wettkämpfen, um die Leistungsfähigkeit der Bootsmannschaften zu vergleichen und zu steigern. Je besser eine Mannschaft an Bord zusammenarbeit und je häufiger sie die Abläufe trainiert, desto effizienter ist sie später auch im richtigen Einsatz, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht.

Anfahrt zum Patient.

Auf dem Stundenplan für das Training im Mai, das im DLRG-Zentrum Baden und am Epplesee in Karlsruhe stattfand, stand jedoch nicht nur Praxis auf dem Wasser, sondern auch etliche theoretische Einheiten sowie Trockenübungen. So wurde beispielsweise das Regelwerk für IRB-Wettkämpfe ausführlich behandelt, sowie darauf aufbauend Taktiken entwickelt und ausprobiert. Bei der Boots- und Motorenkunde übten die teilnehmenden Bootsführer und Bootsgasten die Wartung und Pflege der Ausrüstung.

In der Praxis standen vor allem zwei Dinge im Vordergrund: der sichere Umgang mit dem Boot und Geschwindigkeit. Ein Rettungsmanöver, bei dem die Bootsbesatzung am Strand startet, ihr Boot ins Wasser zieht, zum Verunfallten fährt, diesen aufnimmt und zum Strand zurück bringt, darf nur wenige Sekunden dauern. Gleichzeitig darf zu keinem Zeitpunkt eine zusätzliche Gefährdung entstehen, weder für die Mannschaft, noch für den Patienten oder weitere Beteiligte.

Nach vier anstrengenden aber auch sehr lehrreichen Tagen endete die Fortbildung am Sonntag für die zwölf Teilnehmer und vier Referenten.