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HvO 2017

Zuwachs für die Helfer vor Ort in Jettingen und Bondorf

DLRG-Sanitäter unterstützen das DRK zukünftig als Helfer vor Ort.

Am Freitag, den 14. Juli 2017, war es so weit. Ann-Kathrin Brösamle und Philipp Hörsch, beide aktive Sanitäter der DLRG in Herrenberg, wurden als "Helfer vor Ort" des Deutschen Roten Kreuzes Mötzingen/Oberes Gäu ausgestattet und begannen ihren Dienst noch am selben Abend mit ihrem ersten Einsatz.

Der DRK-Ortsverein hat seit mehreren Jahr ein Netzwerk an Helfern vor Ort, die den hauptberuflichen Rettungsdienst unterstützen. Die ehrenamtlichen Helfer werden von der Rettungsleitstelle Böblingen alarmiert, wenn in ihrem Wohnort ein Notfall passiert. So können möglichst schnell lebensrettende Sofortmaßnahmen durchgeführt und die Anfahrtszeit des Rettungsdienstes überbrückt werden.

Torben Voskuhl, stellvertretender Bereitschaftsleiter des Ortsvereins, berichtet über die Relevanz der "Helfer vor Ort". In diesem Jahr seien die 19 Helfer im Einzugsgebiet - Bondorf, Jettingen, Öschelbronn, Mötzingen - bereits bereits zu über 300 Rettungseinsätzen alarmiert worden. Davon waren die Helfer bei neun Reanimationen, bei der eine möglichst schnelle Herz-Lungen-Wiederbelebung für ein Überleben ohne spätere Beeinträchtigungen unumgänglich ist.

Ann-Kathrin Brösamle (20) und Philipp Hörsch (23) interessieren sich schon lange für die Notfallrettung und das Sanitätswesen. Als Rettungsschwimmer der DLRG kann man beide regelmäßig im Naturfreibad oder Hallenbad beim Dienst antreffen. Vor 5 Jahren haben sie außerdem ihre Sanitätsausbildung bei der DLRG Ortsgruppe Herrenberg absolviert und engagieren sich seither aktiv bei Sanitätsdiensten und Fortbildungen sowie natürlich im Wasserrettungsdienst. Nun wollten beide noch mehr in die Notfallrettung einsteigen und haben sich als Helfer vor Ort für ihre Wohnorte Jettingen und Bondorf gemeldet. Zunächst haben sie sich dafür mit einer Grundausbildung für Helfer vor Ort beim DRK Mötzingen/Oberes Gäu fortgebildet, um ihre Sanitätskenntnisse zu vertiefen und sich mit den Besonderheiten und den Sicherheitshinweisen vertraut zu machen.

Am vergangenen Freitag wurde von Torben Voskuhl die Grundausrüstung überreicht: einen Funkmeldeempfänger zur Alarmierung, einen Einsatzrucksack mit allen wichtigen Materialien von Verbandszeug bis Beatmungsmaske, ein Kohlenmonoxid-Warngerät, um Gefahrensituationen zu meiden, ein Dachschild fürs Auto und eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Overall mit Reflexstreifen und Schutzhelm.

Jasmin Maier, Leiterin Einsatz der DLRG Herrenberg, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem DRK Mötzingen: "Es ist super, dass unsere Sanitäter hier zukünftig ihr Können einsetzen. Für die Tätigkeiten im Wasserrettungsdienst ist auch bei uns in der DLRG eine Sanitätsausbildung nötig und wir legen in Herrenberg sehr großen Wert auf regelmäßige Fortbildungen. Da ist es nur gut, wenn das erworbene Wissen auch möglichst oft zum Einsatz kommt. Die Kooperation zwischen DLRG und DRK bietet hierfür die perfekte Grundlage." In Zukunft soll die Zusammenarbeit zwischen der DLRG Herrenberg und dem DRK Mötzingen/Oberes Gäu weiter ausgebaut werden.

Um ihr Wissen weiter zu festigen und die Arbeitsweise des Rettungsdienstes besser zu verstehen, wollen die beiden demnächst ein Rettungswagen-Praktikum absolvieren. Ihren ersten Einsatz hatten die beiden allerdings schon. Am Abend nach der offiziellen Einsetzung klingelte der Melder zum ersten Mal: Verdacht auf Herzinfarkt.