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Pleidelsheim 2013

Hochwasser Pleidelsheim 2013

Straße bei Pleidelsheim.

Das Wochenende vom 1. und 2. Juni 2013 war gekennzeichnet von zahlreichen Unwetterwarnungen und ergiebigem Dauerregen in nahezu ganz Deutschland. Im Laufe des 01.06.2013 wurden große Wassermassen für den Neckar vorhergesagt, so dass mit Hochwassereinsätzen im Bereich der Landkreise Stuttgart und Ludwigsburg zu rechnen war.

Da im Bereich Pleidelsheim ein Wehr defekt war, konnten große Mengen Wasser unkontrolliert in den Schifffahrtskanal bei Pleidelsheim einströmen. Hierdurch bedingt, stand der dortige Damm kurz vor einer Überspülung und musste in einer konzentrierten Aktion der Feuerwehren des Landkreises Ludwigsburgs und des THW erhöht werden. Gleichzeitig wurde durch das Wasser- und Schifffartsamt Stuttgart das Zuschütten des Kanals an einer zentralen Stelle veranlasst und eine Entlastungsöffnung angeordnet, wodurch der Wasserspiegel gesenkt werden konnte.

Gegen Abend des 01.06.2013 spitzte sich die Situation erneut zu, da der Pegel drohte auf 6,4m zu steigen und die Steinschüttung gebrochen war. Dies führte zur Anordnung einer Ausweitung der Entlastungsöffnung, welche schlussendlich hinreichend war, um den für gegen 05.00 Uhr am 02.06.2013 erwarteten Hochwasserscheitel zu bewältigen.

Zunächst wurde das Gelände durch die DLRG des Bezirks Ludwigsburg wasserseitig abgesichert. Darüber hinaus standen die DLRG-Einsatzkräfte vor Ort in Alarmbereitschaft, um bei Überspülung des Damms sofortige Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung zu leisten. In der Nacht zum Sonntag, 02.06.2013, bestand aufgrund der sich erneut zuspitzenden Lage und des bereits lang andauernden Einsatzes dringender Bedarf zur Ablösung der Einsatzkräfte. Daher wurde der 9. Wasserrettungszug (Stuttgart, Ludwigsburg, Glems-Schönbuch) zur Ablösung der Ludwigsburger Kameraden alarmiert.

Ziel war es zunächst ab 24.00 Uhr die Einsatzbereitschaft des Wasserrettungszugs an der DLRG-Wache am Max-Eyth-See in Stuttgart herzustellen. Um 01.30 Uhr wurden die Kräfte des Wasserrettungszugs dann direkt an den Ort des Geschehens nach Pleidelsheim verlegt, um die dortigen DLRG-Kräfte vollständig abzulösen. Der Einsatz für die Strömungsretter des Bezirks Glems-Schönbuch dauerte bis etwa 7 Uhr morgens. Vier unserer Herrenberger Strömungsretter waren in dieser Nacht im Einsatz.