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Buchhorner See 2014

Buchhorner See 2014

Der erste Blick ins Feriendomizil "Zelt".

Los ging die Reise für alle 64 Teilnehmer gemeinsam mit dem Bus am Samstag in Herrenberg Richtung Öhringen. Am Zeltplatz am Buchhorner See wurden sie schon von den Betreuern erwartet, die bereits zwei Tage zuvor angereist waren, um das Lager aufzubauen. Nachdem alles Gepäck ausgeladen und in den Gruppenzelten verstaut war, ging es ans Kennenlernen: die Teilnehmer untereinander, die Teilnehmer und die Betreuer, die Teilnehmer und der Zeltplatz. Spätestens nach dem ersten großen Mittagessen im Gemeinschaftszelt waren sich alle sicher, richtig angekommen zu sein. Unsere Küche hatte sich wie gewohnt - und wie auch die komplette restliche Woche - mächtig ins Zeug gelegt und ein hervorragendes Essen gezaubert.

Das Motto des Jugendzeltlagers war in diesem Jahr "Piraten". Um zur Piratencrew zu gehören, musste zuerst ein Piratentest absolviert werden: An Stationen rund um den Zeltplatz stellten die Kinder ihre Piratentauglichkeit beispielsweise beim über Planken laufen, Geheimschrift entziffern, Knoten üben und Enterhaken werfen unter Beweis. Der erste Abend endete mit einer gemütlichen Zeltrunde. Parallel zum Jugendzeltlager hatten sich auch 13 Teilnehmer zum RescueCamp auf dem Zeltplatz eingefunden. Die Gruppe von 14-17-jährigen Rettungsschwimmern absolvierte ein separates Programm. Im Mittelpunkt stand die "RescueCompetition": In Teams traten die Teilnehmer gegeneinander in unterschiedlichen Disziplinen zu Land und im Wasser an.

Basteln der nötigen Ausrüstung.

Nachdem sich am nächsten Morgen alle über das reich gedeckte Frühstücksbufett her machten ? einige mutige Camper waren zuvor bereits zum Frühsport im See schwimmen gewesen - begann die Piratencrew des Jugendzeltlagers mit dem Basteln ihrer Piratenausrüstung: Säbel, Kopftücher, Augenklappen, Scherpen, Fernrohre und Schatzkarten stellten die Kinder im großen Aufenthaltszelt her. Und auch die RescueCamper konnten beim Batiken ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Nachdem das Wetter sich endlich wieder von seiner freundlichen Seite zeigte, gingen zum ersten Mal alle gemeinsam in den See. Mit von der Partie war auch das "Spielmobil", ein Anhänger voll Wasserspielsachen, Bällen usw. Die riesige, schwimmende Krake wurde bis zum Ende des Lagers auf dem See platziert, wo sie natürlich zum Mittelpunkt des Wasserspaßes wurde. Alternativ konnten sich die Kinder auch nebenan im Pool vergnügen. Am Abend wurde das Aufenthaltszelt zum Piratencasino. Während sich die RescueCamper auf das Nachtgeländespiel "Mr. X" mit einer Funkunterweisung vorbereiteten, wurde im Jugendzeltlager gewürfelt, gepokert und gezockt ohne Ende.

Am nächsten Morgen stand schon der nächste Programmpunkt an: die Schatzsuche. Die Piraten mussten nach versteckten Hinweisen auf und um den Zeltplatz herum suchen, Rätsel lösen und Geschicklichkeit beweisen, um schließlich ihre Schatztruhe zu finden! Am späten Nachmittag waren alle Zeltteams stolz mit ihren Schätzen zurückgekehrt und freuten sich auf eine Abkühlung in Pool und See. Am Abend folgte noch ein Zeltlagerhighlight ? Stockbrot am Lagerfeuer. Die Lagerküche hatte mal wieder alles gegeben und viele, viele Kilos Stockbrotteig hergestellt. Und so versammelten sich nach und nach alle Kinder, um das perfekte, goldbraune Stockbrot zu backen und dieses danach mit Nutella zu füllen.

Action auf dem See.

Am Dienstag ging es auf dem Zeltplatz wieder kreativ zur Sache. Im Aufenthaltszelt konnten die Kinder an verschiedenen Bastel-Workshops teilnehmen und zum Beispiel Rainbow-Looms, Haarbänder, Fimo-Figuren und Schatzkisten basteln. Wem das zu langweilig wurde, konnte sich auf der Slackline, ein Balancierseil, das die ganze Woche über auf dem Zeltplatz gespannt war, oder beim Volleyballspielen austoben. Die Teams des RescueCamps steckten immernoch mitten in der actionreichen RescueCompetition und hatten schon einige Aufgaben hinter sich gebracht, zum Beispiel Knotenkunde, Schwimmwettkämpfe und Rettungsparcours im See. Auch im Jugendzeltlager ging es am Nachmittag zum See, das Wasserspiel stand auf dem Tagesplan. Hier hieß es Jungen gegen Mädchen - wer kann mehr Bälle aus dem entfernten Schlauchboot zum Ufer bringen? Entspannter ging es dann abends am Lagerfeuer zu. Viele Kinder hatten ihre Betten rund um die Feuerstelle aufgeschlagen, um die Nacht unter freiem Sternenhimmel zu verbringen. Davor wurden noch gemeinsam die klassischen Lagerfeuerlieder gesungen.

Am Mittwoch zeigte die Piratencrew nochmal all ihre Piratenfähigkeiten. Beim Tauziehen, Schiffe versenken, Armdrücken, Schiff schrubben und Ankern kam gute Stimmung auf und der Teamgeist zeigte, dass die Teilnehmer mittlerweile zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geworden waren. Nachmittags ging es dann nochmal sportlich zu. Beim Aktivspiel traten Teilnehmer gegen Betreuer an und mussten versuchen, das Spielfeld zu überqueren ohne gefangen zu werden. Danach war eine Abkühlung im See natürlich Pflicht!

Zielübungen mit der Wurfsack.

Im RescueCamp drehte sich an diesem Tag alles um den Wurfsack, eines der wichtigsten Rettungsgeräte für Rettungsschwimmer und Strömungsretter. Zuerst gab es Trockenübungen, damit sich die Jugendlichen mit den Wurftechniken vertraut machen konnten und auch präzises Werfen musste zuerst geübt werden. Danach wurde das Geübte natürlich auch im Wasser umgesetzt.

Am nächsten Tag stand für die Jugendlichen "English for Lifeguards" auf dem Programm. Die Teilnehmer bekamen wichtige Vokabeln an die Hand, falls ein Patient - sei es im heimischen Freibad oder im Urlaub - mal kein Deutsch versteht. Auch die Unterschiede zu anderen nationalen oder internationalen Wasserrettungsorganisationen wurden thematisiert. Gleichzeitig konnten die Jüngeren wieder kreativ werden und bastelten weiter an Mitbringseln oder an Kostbarkeiten, die für die eigene Schatzkiste bestimmt war. Nachmittags wurde das große Aufenthaltszelt zum Wellnesstempel, in dem sich die Kinder bei Massagen, Maniküre, Pediküre, Gesichtsmasken, tollen Frisuren und leckere Smoothies richtig entspannen konnten. Wem das zu langweilig wurde, konnte sich beim Piratensport austoben.

Für das letzte Abendessen hat sich das kreative Lager-Küchenteam nochmal richtig ins Zeug gelegt und sogar leckere Goldtaler in einer Schatzkiste aufgetischt. Am Abend fand dann die Piratenparty statt. Mit leckeren Cocktails, Knabbereien, Musik und Piratenspielen wurde der letzte Abend verbracht. Am Freitag wurde noch einmal in aller Ruhe gefrühstückt und dann zusammen der Zeltplatz aufgeräumt, die Taschen gepackt und die ersten Zelte abgebaut. Nach dem abschließenden Mittagessen ging es für die Teilnehmer mit dem Bus zurück nach Herrenberg, während die Betreuer das restliche Lager abbauten.

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