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Ausbildungsassistent Schwimmen 2018

Ausbildungsassistent Schwimmen

Hier werden Korrekturübungen ausprobiert.

Wie bringe ich Kindern das Schwimmen bei? Welche Schwimmart eignet sich am besten für einen Anfängerschwimmkurs? Wie verhalte ich mich als Schwimmtrainer richtig? Und welche rechtlichen und versicherungstechnischen Vorgaben muss ich beachten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es für die 18 Teilnehmer aus Herrenberg und den benachbarten DLRG-Ortsgruppen beim von der DLRG veranstalteten Kompaktkurs zum Ausbildungsassistent Schwimmen. Dieser fand vom 15. bis 17. Februar 2018 im Herrenberger Klosterhof und im Hallenbad statt.

Ziel des Kurses war es, die Teilnehmer für die Schwimmausbildung in den Ortsgruppen zu qualifizieren und weiterzubilden, um ein möglichst abwechslungsreiches und hochwertiges Schwimmtraining für die Kinder und Jugendlichen der Ortsgruppen anbieten zu können. So sorgen jeden Mittwoch und Donnerstag im Training der DLRG Herrenberg rund 50 ehrenamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder dafür, dass die gut 350 Teilnehmer im Alter von 5 bis 60 Jahren nicht nur Schwimmen lernen, sondern auch der Spaß im Wasser nicht zu kurz kommt.

Lehrproben im Schwimmbad.

So wurden im Kurs natürlich zahlreiche theoretische Grundlagen über das Schwimmen und die Schwimmausbildung vermittelt, wie z.B. die physikalischen Grundlagen beim Schwimmen oder die richtige Technik beim Brust- oder Kraulschwimmen. Aber auch Themen wie Trainingsmethodik und der richtige Umgang mit den unterschiedlichen Alters- und Zielgruppen wurde beleuchtet, denn es ist doch ein großer Unterschied, ob man einem 6- oder einem 16-Jährigen das Schwimmen beibringen und die Angst vorm Wasser nehmen möchte.

Neben der Theorie sollte natürlich auch die praktische Ausbildung am und im Wasser nicht zu kurz kommen. So gab es jeden Tag eine praktische Ausbildungseinheit im Herrenberger Hallenbad. Hier wurde die Fehlerkorrektur bei den einzelnen Schwimmstilen besprochen und die vielen Hilfsmittel beim Schwimmtraining in der Praxis ausgetestet. Zum Abschluss des Kurses mussten die Teilnehmer in Gruppen eine Lehrprobe zu breit gefächerten Themen wie "Die erste Stunde im Anfängerschwimmkurs" oder "Leistungssteigerung im Kraulschwimmen" ablegen, um die praktische Anwendung der im Kurs gelernten Inhalte zu zeigen.

Doch was bringt die vorwiegend jugendlichen Teilnehmer dazu, drei Tage ihrer Faschingsferien zu opfern, um an einem Kompaktkurs zum Ausbildungsassistenten teilzunehmen und dann Woche für Woche ehrenamtlich im Schwimmbad zu stehen, um anderen Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen?

Hinführende Übungen zum Kraulbeinschlag.

Die Schülerin Sofie Dietzsch erklärt ihre Teilnahme am Kurs so: "Für mich war der Kurs sehr hilfreich für die Arbeit in unserer Ortsgruppe. Mir macht es Spaß Kinder zu unterrichten und ihnen etwas Neues beibringen zu können. Ich mag das Gemeinschaftsgefühl hier in unserer Ortsgruppe. Die DLRG ist für mich wie eine zweite Familie. Da hat eben auch jeder seine Aufgabe."

Seit fast sechs Jahren ist die Schülerin Naomi Berger in der Herrrenberger DLRG Ortsgruppe. Sie hat selbst als Jugendschwimmerin angefangen und ist nun seit über einem Jahr als Helferin in der Ausbildung tätig. Zum Kurs ging sie auf Empfehlung einer Freundin, die selbst schon daran teilgenommen hatte. "Ich schwimme selbst sehr gerne, und mir macht das Training mit den Kindern viel Spaß. Im Kurs habe ich neue Übungen gelernt, um den Kindern verschiedene Schwimmstile beibringen und auch die Fehler besser korrigieren zu können. Das war sehr interessant und hilfreich. Das Highlight des Kurses war für mich aber eindeutig das leckere Essen, das unser Ortsgruppen-Küchenteam wieder für uns gezaubert hat."